Live-Show

In den Bergen ist die Freiheit

Huberbuam LIVE

Samstag, 07.01.23 // 19:30 Uhr

Germanisches Nationalmuseum, Aufseßsaal
Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

„In den Bergen ist die Freiheit“ ist eine wilde, philosophische und rockige Reise in die gebirgige Welt des Thomas Huber, eine Reise, bei der Erfolg und Scheitern, Leidenschaft, Mut und Zweifel ganz nah beieinander liegen. Der ältere der beiden Huberbuam schafft es, seine Zuschauer zum Lachen und zum Weinen zu bringen! Er erzählt auch, wie er zusammen mit seinem Bruder Alexander die schwierige Corona-Zeit gemeistert hat.

Thomas Huber ist ein durch und durch leidenschaftlicher Bergsteiger, der fest mit seiner Heimat verwurzelt ist. Glücklich darüber in der paradiesischen Schönheit der Berchtesgadener Berge leben zu dürfen, erzählt er von seinem Leben »Dahoam«, zwischen Familie, Tradition und dem Stone-Rock seiner Band Plastic Surgery Disaster. Hier sammelt er die Energie für seine steilen Abenteuer in den Bergen der Welt. Von den Alpen bis in den Himalaya sucht er nach Neuland und scheinbar unmöglich lösbaren alpinistischen Aufgaben. In seinem Tun in dieser scheinbar lebensfeindlichen Umgebung findet er einen lebensbejahenden Ansatz:

»Die Unmöglichkeit macht dich neugierig, sie ist inspirierend und gleichzeitig fordert sie dich! Die Unmöglichkeit anzugehen braucht viel Lebensmut und Selbstvertrauen!«

Diese Einstellung begleitet Thomas bei seinen Expeditionen von denen er uns bild- und wortgewaltig erzählt. An der Nordwand des Siebentausenders Latok I in Pakistan muss er die harte Realität des Scheiterns mehrmals annehmen. Er lernt aus Fehlern und Misserfolgen und schaut gestärkt in die Zukunft. Mit diesem positiven Fokus durchsteigt er mit einem Schweizer Team 2017 eine 1500 Meter hohe Granitwand im indischen Kaschmir. Dieser Erfolg am Cerro Kishtwar fordert sein ganzes Können und ist ein Beweis dafür, dass die Unmöglichkeit nur im eigenen Denken zu finden ist. Wenn man seinen Erfahrungen vertraut, Mut beweist und sich von seiner Intuition leiten lässt, verliert das Unmögliche an Bedeutung.

 

Zur Person

Thomas Huber

Thomas Huber

1966 bin ich als erstes von 3 Kindern in Palling, einem kleinen Ort im Chiemgau auf die Welt gekommen. Heute bin ich mit meiner Familie in Berchtesgaden dahoam. Ich schreibe „Dahoam“ auf bayrisch, weil es mehr ist als eine Beschreibung meines Wohnortes. Es ist mein Zentrum in meinem Leben, meine Energie und der Ort, wo heute meine Wurzeln fest verwachsen sind. Unter anderem bin „staatlich geprüfter Berg und Schiführer“ und Sänger der Berchtesgadener Stonerrockband “Plastic Surgery Disaster“. Aber vor allem lebe ich für mein „steiles“ Leben. Seit meiner Kindheit, geprägt von unserem Vater, brennt in mir diese Leidenschaft zum Sport und die Liebe zur alpinen Natur. Zusammen mit meinen 2 Jahre jüngeren Bruder Alexander bilden wir schon sehr früh eine Kletterseilschaft. Durch unsere gemeinsamen Erfolge am Berg wurde unsere Seilschaft über die lokalen Grenzen bekannt und „Huberbuam“ wurde zum Synonym für Kühnheit, und es verspricht immer ein großes wildes Abenteuer. So gegensätzlich unsere Charaktere sind, so erfolgreich ergänzen wir uns mit unserer puren Leidenschaft, meiner Wildheit, dem Kalkül und rationalen Denkens meines Bruders zur besten funktionierenden Seilschaft für die steilsten Wände! Wir waren immer neugierig auf der Suche nach Neuland, wir wollten immer entdecken und uns neu erfinden. Aus dieser Motivation heraus entstanden zahlreiche Erstbegehungen in den Felswänden der Heimat und den Bergen der Welt. Wir beide suchen die Herausforderung und meistert sie durch Können, sportlichem Willen und Leidenschaft. Wir sind auf zahllosen Gipfeln gestanden, haben aber oftmals den Rückzug antreten müssen. Wir beide haben gelernt, dass Scheitern zum Leben gehört, aber Aufgeben nie eine Option sein darf!  Die Seilschaft gibt uns auch den Raum für eine individuelle Entwicklung. So findet jeder für sich den persönlichen Weg zur eigenen Herausforderung.  Mein Weg ist steil, fordernd und ich suche bis heute die Grenze des machbaren in den steilen Wänden. Dieser Weg ist gefährlich, bedrohlich, tödlich und dennoch muss ich ihn gehen, denn das Bergsteigen ist der Pulsschlag meines Lebens. Aber ich bin mir der Verantwortung gegenüber meiner Familie bewusst und werde mich im Zweifel mich immer für das Leben entscheiden!

Huberbuam:

„Brüder haben ein Geblüte, selten aber ein Gemüte“ Dieser Aphorismus des Friedrich von Logau hat fünfmal so viele Jahre auf dem Buckel wie Thomas und Alexander zusammen- aber diese alten Weisheiten überdauern die Jahre! Auch die Huberbuam bestätigen den barocken Dichter und Freiherrn. In ihren unterschiedlichen Charakteren und Lebenseinstellungen, im Zusammenspiel der Gegensätzlichkeit liegt wahrscheinlich auch das Erfolgsgeheimnis des eingespielten schlagkräftigen Teams.

Alexander, der Pragmatiker mit einer phänomenalen Geduld. Der analytische Planer, Rationalist, der seine Ziele mit Kalkül und Ausdauer verfolgt und sie umsetzt. Nach außen oft zurückgezogen, klar wirkend, der aber sein Feuer der Begeisterung immer in sich trägt.

Thomas, der 2 Jahre ältere Teil der Huberbuam ist dagegen aus einem anderen Holz geschnitzt, eine Antipode und Pedant zugleich, der schnell zu begeisternde „Träumer“, idealistisch, euphorisch, ein wenig planlos und chaotisch erscheinend aber voller staunender Neugier, niemals Phlegmatisch und dennoch mit einer „Leben und leben lassen“ Mentalität beschenkt. (oder schreibt man da Laisier fair Mentalität)

Und doch gibt es vieles gemeinsames in ihrem Charakter: ihre Authentizität und Bodenständigkeit, ihre Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, ihre familiäre Bindung und Lebensfreude. Es sind eben Brüder und bei beiden ist das Glas Bier nie halb leer, sondern immer halb voll!

www.huberbuam.de